Jass-Regionen

Übersicht:

  • Der Begriff 'Schweizer Karten' umfasst die beiden in der Schweiz gebräuchlichen Kartensysteme, die in Aufbau und Punktwertung nahezu identisch sind. Mit beiden Blättern wird eine grosse Zahl von Jassarten gespielt.

Spielarten:

  • Mit «Tschau-Sepp» und weiteren Varianten existieren rund 70 verschiedene Jassarten
  • Als Königsdisziplin gilt der Differenzler, gefolgt von Schieber und Bieter
  • Beim Differenzler spielt jeder Spieler für sich allein
  • Beim Schieber spielt man zu zweit gegen zwei
  • Der Bieter passt, wenn man zu dritt oder zu fünft ist

Regionale Kartenverteilung (die Kartengrenze, die Sprachgrenze «Röstigraben» liegt 50 bis 100 Kilometer weiter westlich):

  • Die historisch gewachsene Grenze zwischen den Kartensystemen verläuft entlang der Brünig-Napf-Reuss-Linie:

Französische Karten:

  • Romandie
  • Bern
  • Solothurn
  • Beide Basel
  • Wallis
  • Westlicher Aargau (westlich der Reuss)
  • Dazu, südlich und östlich der Linie: Tessin, Teile Graubündens und nach Walter Haas der Thurgau

Deutschschweizer Karten:

  • Zentralschweiz mit Luzern und Zug
  • Zürich
  • Glarus
  • Ostschweiz mit St. Gallen, beiden Appenzell und Schaffhausen
  • Östlicher Aargau (Bezirk Baden östlich der Reuss, östlich der Aare gelegene Gemeinden des Zurzibiets)

Sonderfall Aargau und Thurgau:

  • Diese Kantone sind durch die Trennlinie geteilt
  • Die Kartenverteilung folgt geografischen Grenzen (Flüsse Reuss und Aare)

Kartentypen:

  • Französische Karten: Ecken, Herz, Schaufel, Kreuz
  • Deutschschweizer Karten: Eicheln, Rosen, Schilten, Schellen

Häufige Fragen zu Jass-Regionen

Der Begriff 'Schweizer Karten' umfasst die beiden in der Schweiz gebräuchlichen Kartensysteme, die in Aufbau und Punktwertung nahezu identisch sind.

Entlang der Brünig-Napf-Reuss-Linie mitten durch die Deutschschweiz: westlich davon französische Karten, östlich davon Deutschschweizer Karten. Der Röstigraben, die Sprachgrenze, liegt 50 bis 100 Kilometer weiter westlich.

Französische Karten in der Romandie, in Bern, Solothurn, beiden Basel, im Wallis und im westlichen Aargau, dazu im Tessin, in Teilen Graubündens und nach Walter Haas im Thurgau. Deutschschweizer Karten in der Zentralschweiz, in Zürich und in der Ostschweiz.

In der Zentralschweiz mit Luzern und Zug, in Zürich, Glarus und der Ostschweiz mit St. Gallen, beiden Appenzell und Schaffhausen werden Deutschschweizer Karten (Eichel, Rosen, Schellen, Schilten) verwendet.

Der Aargau ist entlang der Reuss geteilt: westlich davon französische Karten, östlich davon Deutschschweizer Karten. Der Thurgau liegt östlich der Linie und jasst nach Walter Haas mit französischen Karten.

Rechnet man Varianten wie 'Tschau-Sepp' dazu, existieren rund 70 verschiedene Jassarten.

Der Differenzler gilt als Königsdisziplin, gefolgt vom Schieber und vom Bieter.

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