Jass-Taktik und Strategie
Beim Jassen entscheidet selten das bessere Blatt allein. Gerade beim Schieber und Coiffeur ist entscheidend, wie man mit seinem Partner zusammenspielt. Der Grundsatz lautet: Man spielt mit 18 Karten und nicht mit neun.
Dabei ist von zentraler Bedeutung, wie man sich mit seinem Partner über die Wahl der Karte und die Reihenfolge, in der man sie spielt, verständigt, natürlich ohne ein Wort dabei zu sagen. Hier lernst du die wichtigsten Konventionen, Taktiken und Strategien kennen, wie du mit deinem Partner durch die Wahl der Karten kommunizierst.
Wer neu einsteigt, beginnt am besten bei der Signalsprache zwischen Partnern mit Konventionen wie Verwerfen oder Anziehen. Die übrigen Artikel vertiefen einzelne Konventionen, beispielsweise wie man beim Slalom anzeigt, ob der Partner hoch oder tief übergeben soll.
Themenbereiche
Die wichtigsten Taktiken
Fünf Konventionen tauchen in fast jeder Partie auf. Wer sie kennt, versteht, was der Partner mit seinen Karten sagt.
- Verwerfen: Schwache Farben gezielt abwerfen und dem Partner zeigen, was man nicht braucht.
- Anziehen: Eine Farbe ausspielen, in der man stark ist, und den Partner zum Nachspielen auffordern.
- Hoch-tief / Tief-hoch-tief: An der Reihenfolge der Trümpfe ablesen, wie viele der Partner hält.
- Nell vor Puur: Wer mit dem Nell eröffnet, signalisiert dem Partner, dass er auch den Puur hält.
- Nachschmeissen: Nur im ersten Stich bei Obenabe und Undenufe. Auf das Ass des Partners wirft man den König derselben Farbe nach (bei Undenufe auf den Sechser den Siebner).
Kommunikation und Signale
In einem eingespielten Team verständigen sich die Partner über ihre Karten. Mit der Wahl und der Reihenfolge gibt man Auskunft darüber, was man hält, und liest dieselben Zeichen aus dem Spiel des Partners zurück. Die Signalsprache zwischen Partnern fasst diese Konventionen zusammen.
- Anziehen: eine starke Farbe anzeigen.
- Verwerfen: eine schwache Farbe abwerfen und damit informieren.
- Hoch-tief / Tief-hoch-tief: die Anzahl Trümpfe anzeigen.
- Nell vor Puur: den Besitz vom Puur signalisieren.
- Querverwerfen: gezielt eine andere Farbe abwerfen.
- Nachschmeissen: dem Partner im ersten Stich nachwerfen.
Punkte im Blick behalten
Über die Signale hinaus entscheidet auch, wie man die Punkte führt. Wer nur auf das eigene Blatt schaut und den Punktestand ignoriert, sagt schnell einen hohen Multiplikator an, der dem Gegner den Sieg schenkt. Wann sich ein hoher Multiplikator lohnt und wann nicht, zeigen die Punktetaktiken.