Die Konvention "Hoch - tief" zählt zu den wichtigsten Methoden, um festzustellen, wie viele Trümpfe der Partner besitzt. Diese Konvention bezieht sich stets auf den Partner des Spielers, der ansagt, und zwar unabhängig davon, ob zuvor geschoben wurde oder nicht.
Das Ziel ist, eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, ob nochmals ausgetrumpft werden soll oder nicht.
Hoch - tief bei zwei Trümpfen
Hat der Partner vom trumpfansagenden Spieler zwei Trümpfe in der Hand, dann spielt er beim ersten Stich zuerst seine hohe Karte. Beispiel: Hat er das Ass und den Achter, dann spielt er zuerst das Ass.
Tief - hoch bei drei und mehr Trümpfen
Hat der Partner vom Trumpfansager drei oder mehr Trümpfe, dann spielt er zuerst seinen tiefsten Trumpf. Beispiel: Hat er den Sechser, das Banner und den Ober, dann spielt er zuerst den Sechser! Auf keinen Fall darf das Banner gespielt werden, auch wenn der Zählwert höher ist.
Die zuerst gespielte Karte muss zwingend die tiefste sein. Die zweite Karte hingegen muss nicht die höchste sein. Die Information, dass die zweite Karte höher ist, reicht für die Erkenntnis, dass der Partner drei oder noch mehr Trümpfe hat.
Wichtig: Von dieser Konvention ausgeschlossen sind Puur und Nell. Vergleiche dazu auch den Artikel zur Signalsprache zwischen Partnern.
Praktische Beispiele
Beispiel 1: Spieler 1 sagt in der Vorhand Trumpf an und hat Puur, Nell sowie zwei weitere Trümpfe. Er spielt gemäss Konvention das Nell aus. Sein Partner spielt den Sechser, während beide Gegner Trumpf angeben. Es bleiben nur zwei Möglichkeiten: Entweder hat der Partner den Sechser blutt (Pech), oder er hält die restlichen zwei Trümpfe. Das bedeutet: Auf keinen Fall ein zweites Mal austrumpfen!
Beispiel 2: Spieler 1 sagt Trumpf an und hält Puur, Nell sowie zwei weitere Trümpfe. Der Vorhand-Spieler spielt das Nell aus. Sein Partner spielt den König. Nur ein Gegner gibt Trumpf zu. Nun ist klar: Der Partner hat höchstens zwei Trümpfe, alle weiteren sind beim Gegner. Das bedeutet: Unbedingt weiter austrumpfen!