Definition: Der Pandur ist ein anspruchsvolles Königsspiel für vier Spieler (auch mit drei oder zwei Spielern möglich), das sich durch strikte Regelbefolgung auszeichnet.
Strenge Regeln:
- Verstösse wie falsches oder überflüssiges Weisen, unzulässiges Ausspielen, das Umdrehen von Stichen oder Kommentare zum Spielverlauf sind untersagt
- Verstösse werden mit dem sofortigen Verlust des betreffenden Spiels geahndet
Kartenspiel und Geben:
- Verwendet wird ein reduziertes Kartenspiel mit 24 Karten, wobei Sechser, Siebner und Achter ausgeschlossen bleiben
- Der Spielgeber verteilt je acht Karten an seine drei Mitspieler, nimmt selbst aber nicht aktiv am Spiel teil
- Er kann jedoch Punkte «erben», also gutgeschrieben bekommen, wenn sein Team gewinnt
Steigerung:
- Nach der Kartenverteilung beginnt die Steigerung
- Vorhand eröffnet das Bieten und nennt basierend auf seinen Handkarten eine Punktzahl, die er zu erreichen glaubt
- Die Mindestansage liegt bei 100 Punkten
- Jedes neue Gebot muss mindestens zehn Punkte über dem vorherigen liegen
Steigerungsreihenfolge:
- Von 100 bis 200 Punkte in Schritten zu je zehn Punkten
- Misère ohne Trumpf (zählt 8 Punkte)
- Misère mit Trumpf (zählt 10 Punkte)
- Von 210 bis 250 Punkte in Zehnerschritten
- Pandur ohne Trumpf (zählt 15 Punkte)
- Von 260 bis 300 Punkte
- Pandur mit Trumpf (zählt 16 Punkte)
Spielübernahme:
- Der Spieler mit dem höchsten abgegebenen Gebot übernimmt das Spiel
- Die beiden übrigen Teilnehmer bilden gemeinsam die Gegenpartei
- Die Gegenpartei versucht, den Spielübernehmer daran zu hindern, seine angesagte Punktzahl zu erreichen