Austrumpfen heisst, Trumpf auszuspielen, bis die Gegner keinen Trumpf mehr halten. Es ist die erste Arbeit des Trumpfansagers, und sie entscheidet, ob seine Böcke später Stiche machen.
Was Austrumpfen bringt
Ein Bock ist eine Karte, die den Stich macht, sobald ihre Farbe gespielt wird. Solange ein Gegner noch einen Trumpf hält, steht dieser Bock auf wackligen Beinen: Der Gegner farbt einmal, und beim zweiten Mal sticht er ab.
Darum kommt der Trumpf zuerst. Jeder Trumpf, den ein Gegner spielen muss, kann später keinen Bock mehr abstechen.
Wer austrumpft
Der Trumpfansager und sein Partner. Sie haben die Farbe angesagt, weil sie darin stark sind, und sie sind das Team, das seine Böcke durchbringen will.
Spielt ein Gegner einen hohen Trumpf aus, ist das etwas anderes: Er spielt damit seinen sichersten Stich, weil ihm die Trumpffarbe gerade den Bock stellt.
Wann
In den ersten Stichen. Wer den Stich macht, spielt gleich wieder Trumpf, solange die Rechnung offen ist. Ab dem vierten Stich geht es um Böcke und Punkte.
Wie oft: zweimal
Neun Trümpfe gibt es. Farben alle, so sind nach zwei Runden acht davon gespielt, und der neunte liegt bei irgendjemandem. Daher die Faustregel: zweimal austrumpfen.
Ein drittes Mal kostet oft den Matsch, weil man dabei auch die Trümpfe des eigenen Partners auszieht. Am Ende steht man mit dem letzten Trumpf allein da, und die Böcke des Partners fallen den Gegnern in die Hände.
Womit anfangen
Mit dem Nell, wenn der Puur dazu in der Hand liegt. So will es die Konvention Nell-vor-Puur. Sie kostet einen hohen Trumpf und sagt dem Partner dafür, wo der Puur liegt.
Wann aufhören
Das sagt der Partner. Mit der Reihenfolge seiner Trümpfe zeigt er im ersten Trumpfstich, wie viele er hält, und daraus rechnet der Ansager, ob noch einer bei den Gegnern liegt. Diese Konvention heisst Hoch-tief.
Bleibt die Rechnung offen, gilt am Tisch die einfache Regel: Liegt der letzte Trumpf eher beim Partner, ist Schluss. Ein Trumpf beim Gegner kostet einen Stich, ein Trumpf, den man dem Partner auszieht, kostet den Matsch.