Aucho (4 Spieler)

Definition: Diese Königsspiel-Variante für vier Spieler zeichnet sich durch das besondere «Lukas»-Prinzip und das «Erben» von Punkten aus.

Spiel geben:

  • Erstes Spiel: Jeder zieht eine Karte, wer die niedrigste hat, gibt das erste Spiel
  • Der Kartengeber teilt seinen drei Mitspielern je neun Karten aus, dreimal drei
  • Die übrigen neun Karten werden als «Lukas» verdeckt als Stock auf den Tisch gelegt. Die unterste Karte wird aufgedeckt
  • Der Kartengeber gibt alle Karten weg und schaut diesem Spiel zu
  • Wird das Spiel verloren, schreibt der Kartengeber einen «Härdöpfel» (Nuller), und das Geben wechselt zum nächsten Spieler

Weisen-Regeln:

  • Vier Under (Buben ) müssen vor Beginn des Spiels angemeldet werden, damit sie als Weis zählen
  • Wer diese Meldung versäumt und zu spät weist, erhält als Strafe einen «Härdöpfel»

Spielablauf - Trumpf machen:

  • Vorhand macht Trumpf und nennt dazu eine beliebige Farbe
  • In diesem Fall muss er am Ende des Spiels mindestens einen Punkt mehr erreichen als seine beiden Gegenspieler zusammen, wobei Weispunkte mitzählen
  • Macht Vorhand keinen Trumpf, ist der zweite Spieler an der Reihe, danach der dritte

Spielablauf - «Kehr»:

  • Alternativ kann jeder Spieler statt Trumpf zu machen einen «Kehr» verlangen
  • Der Kartengeber deckt dann die Karten des «Lukas»-Stocks einzeln von oben nach unten auf
  • Jede dieser Karten, ausser der letzten, kann vom Sechser derselben Farbe geraubt werden
  • Passt einem Spieler die aufgedeckte Farbe, ruft er «Halt» und übernimmt das Spiel mit dieser Farbe als Trumpf
  • Übernimmt bis zur vorletzten Karte des «Lukas» niemand, schreibt der, der den «Kehr» verlangt hat, zur Strafe einen «Härdöpfel», und seine Gegner schreiben je einen Strich

Kartengeber-Spiel:

  • Macht niemand Trumpf und verlangt niemand einen «Kehr», darf der Kartengeber das Spiel mit dem «Lukas» übernehmen
  • Er spielt dann mit diesen neun Karten gegen seine drei Mitspieler und muss ebenfalls mindestens einen Punkt mehr als sie zusammen erreichen

Schreiben:

  • Wer ein Spiel gewinnt, erhält zwei Striche. Der Kartengeber «erbt» in diesem Fall ebenfalls zwei Striche
  • Verliert ein Spieler, wird ihm ein «Härdöpfel» angeschrieben
  • Gelingt es einem Spieler, mit dem «Lukas» zu gewinnen, erhält er vier Striche gutgeschrieben
  • Verliert er jedoch den «Lukas», bekommt er zwei «Härdöpfel» eingetragen, und seine drei Gegner erhalten je einen Strich

Ende der Partie: Gespielt wird bis ein Spieler sieben Striche erreicht hat. Dieser scheidet dann als Sieger aus der Partie aus.

Häufige Fragen zu Aucho (4 Spieler)

Diese Königsspiel-Variante für vier Spieler zeichnet sich durch das besondere «Lukas»-Prinzip und das «Erben» von Punkten aus.

Der «Lukas» sind die neun übrigen Karten, die verdeckt als Stock auf dem Tisch liegen. Der Kartengeber spielt in dieser Runde ohne Karten, darf aber den «Lukas» übernehmen, wenn sonst niemand das Spiel macht.

«Erben» heisst: Der Kartengeber schreibt dieselben Striche wie der Spieler, der das Spiel gewonnen hat, obwohl er selbst keine Karten hatte.

Wer mit dem «Lukas» gewinnt, erhält vier Striche gutgeschrieben. Verliert er jedoch, bekommt er zwei «Härdöpfel» eingetragen.

Ein «Kehr» kann verlangt werden, um die Karten des «Lukas»-Stocks einzeln aufzudecken. Erscheint eine passende Farbe, kann das Spiel mit dieser Farbe als Trumpf übernommen werden.

Gespielt wird bis ein Spieler sieben Striche erreicht hat. Dieser scheidet dann als Sieger aus der Partie aus.

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