Definition: Der Glücksjass ist ein einfacher Einzeljass für vier oder drei Spieler, bei dem das Glück eine wichtigere Rolle spielt als komplexe Strategien.
Spiel geben:
- Bei vier Spielern: Der Spieler links vom Schreiber verteilt je drei Karten in drei Runden zum ersten Spiel
- Bei drei Spielern: Je vier Karten in drei Runden
- In den folgenden Spielen wechselt das Geben reihum in Spielrichtung
Spielablauf:
- Beim Glücksjass spielt jeder Teilnehmer für sich allein
- Die Entscheidung über die Trumpffarbe hat Vorhand
- Alle Trumpffarben werden einfach gewertet
- Eine Partie besteht aus zwölf Spielen, was drei Umgängen bei vier Spielern oder vier Umgängen bei drei Spielern entspricht
Schreiben:
- Nach jedem Spiel notiert der Schreiber die erzielten Kartenpunkte sowie die gültigen Weisen für jeden Spieler in der entsprechenden Spalte
- Ab dem zweiten Spiel werden die Punkte fortlaufend zusammengezählt, sodass alle Spieler stets über die aktuellen Punktestände informiert sind
Spielende:
- Wer nach zwölf Spielen die höchste Punktzahl erzielt hat, gewinnt die Partie; wer am wenigsten Punkte aufweist, hat verloren
- Die Karten für die neue Partie werden vom links sitzenden Spieler des Verlierers verteilt
Spielvarianten:
- Der Glücksjass kann mit den zusätzlichen Varianten Obenabe und Undenufe gespielt werden
- Diese Varianten werden ebenfalls einfach, also ohne Multiplikatoren, gewertet
Charakter: Wie der Name bereits andeutet, spielt beim Glücksjass das Glück eine wichtige Rolle, da keine besonderen strategischen Überlegungen notwendig sind und die Kartenverteilung entscheidend ist.